Was ist ein Paradiesgarten?

Kurzübersicht

Ein Paradiesgarten ist ein Stück Land von mindestens einen Hektar (100x100m oder 10000m²) größe. Indem der Mensch eine Beziehung mit dem Land eingeht, somit Verantwortung für dieses Stück „Mutter Erde“ übernimmt, beteiligt sich der Mensch an der großen Schöpfung. Durch die Liebe und Hingabe beim Aufbau des eigenen Paradiesgartens, schenkt der Mensch dem Land und deren Bewohner (Pflanzen, Tiere uvm.) seine Aufmerksamkeit und Liebe. Diese Liebe wird ihm von dem Land und deren Bewohner gespiegelt. Durch diesen Akt der Schöpfung, erschafft man den eigenen Raum der Liebe. Der Paradiesgarten sollte gestaltungsmäßig alle Bedürfnisse seiner Bewohner entsprechen und sie körperlich, geistig und seelisch erfüllen.

Mit der Natur

Ein Paradiesgarten bietet genügend Platz für die ganze Familie und kann von ihr allein umsorgt werden. Auf dem Paradiesgarten wird ein biologischer Kreislauf erzeugt um gesunde Lebensmittel zu erzeugen und somit sich selbst gesund zu ernähren. Die Reinheit des Paradiesgartens spielt eine große Rolle, da viele Krankheiten erst im Indurstriezeitalter durch künstliche Stoffe aufgetreten sind. Stress kann auf dem eigenen Familienland ebenfalls vermieden werden, denn Stress ist ein ungesunder Zeitgenosse. Alles kann in Ruhe und Liebe geschehen. Anstatt chemischen Dünger zu verwenden sollte man wieder das Mulchen und herstellen von Jauchen erlernen. Auf Pestizide sollte konsequent verzichtet werden, viel sinnvoller ist eine in sich harmonierende Kleinklimazone. Also eine Umgebung in der alles vorhanden ist um im Gleichgewicht zu bleiben. Um eine harmonierende Kleinklimazone zu erschaffen ist eine hohe Artenvielfalt notwendig. In der Monokultur findet eine bestimmte Art viel Futter und Raum für übermäßiges Wachstum, ohne natürliche Fressfeinde. Bei ausreichender Vielfalt ist immer der Gegenaspekt vorhanden um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Für Monokultur ist also kein Platz.

Eine gesunde Natur hat gesunde Bewohner.

Wichtige Elemente

Damit wirklich für alles gesorgt ist sind bestimmte Elemte wichtig. Um das Grundstück zu begrenzen wird ein Zaun angelegt. Jedoch besteht der Zaun nicht wie wir es üblicherweise kennen aus totem Material wie Maschendraht, sondern aus lebendigen Gehölzen. So bietet der Zaun Schutz vor Eindringlingen und Wind, Holz, Nahrung und Lebensraum für viele Tiere. An der Außenseite des Zaunes wird genügend Platz gelassen um diesen von beiden Seiten zu beernten.

Ein großteil des Paradiesgartens wird mit Mischwald übersäht. Dieser sollte aus Laubgehölzen, Nadelgehölzen und wahlweise Obstbäumen bestehen. Je nach dichte des Waldes kann man Unterholz auf verschiedene Weise dazupflanzen. Zudem bietet eine Obststreuwiese viel Nahrung.

Wasser ist Leben, so ein Sprichwort. Daher ist eine Wasserfläche in Form eines Teiches oder Sees von großer Wichtigkeit. Dieser dient als Wasserspender für Menschen, Tiere und Pflanzen dazu steigert der See die Artenvielfalt. Hierbei sollte man die Wasserqualität möglichst rein halten. Dafür kann eine eigene Naturkläranlage bzw. Naturfilter verwendet werden. Weiter kann die Wasserfläche zum Waschen und Pflegen genutzt werden. Nicht zu vergessen vom Schwimmspaß, ist die Wasserfläche bei heißen Tagen eine willkommene Abkühlung.

Das Haus, sollte man ein herkömmliches Haus wünschen, wird möglichst aus Naturmaterialien gebaut. Doch es gibt auch zahlreiche Alternativen zum herkömmlichen Haus wie zum Beispiel das Blockhaus, eine Jurte, ein Erdhaus, ein lebendig wachsendes Haus und vieles mehr.

Für die Kultivierung sollte ebenfalls Platz eingeplant werden, denn für den Winter ist es sinvoll einen Vorrat anzulegen.

Siedlung

Sobald sich mehrere Paradiesgärten als Nachbarschaft einfinden, spricht man von einer Siedlung. In dieser Siedlung kann jeder sein Land frei nach seinen Wünschen und Vorstellungen gestalten. Meist gibt es ein Garten der allen gehört und dementsprechend auch so gestaltet werden sollte. Dieser Garten dient als Feierstätte, Treffpunkt und für alle andere sozialen Belange der Siedlung.