Die Landgestaltung

PG-Vorschau-Klein


Paradiesgarten Skizze

Zur Formgebung

Die meisten Äcker und Wiesen die man heute käuflich erwerben kann sind rechteckig, jedoch lässt sich das Schema leicht ändern. Ich bevorzuge das Runde, weil sie die geometrische Form ist, in der alles vorhanden ist. In einem Kreis passen alle platonischen Körper hinein (Tetraeder (Feuer), Hexaeder (Erde), Oktaeder (Luft), Ikosaeder (Wasser), Dodekaeder(Äther)). Im Kreis sind alle grundlegenden Formen und Elemente vorhanden. So ist der eigene Paradiesgarten auch für mich, Sinnbild indem alles vorhanden ist. In einer Form in der alles vorhanden ist, kann neues Leben entstehen. So ist in der Natur neues Leben immer mit einer Hemispähre, also einer Runden bzw. ihr ähnlichen Form verbunden. Dazu kannst Du Dir den Bauch einer Mutter, ein Ei, die Erde, das Sonnensystem und vieles mehr anschauen. Die Hemispähre hat nach innen eine schützende und umsorgende Funktion wohin es nach außen robust und stark ist. So möchte ich in meinem Paradiesgarten umgeben von der Schöpfung des großen Geistes die gleichen wundervollen Gefühle erfahren wie im geschützten Bauch meiner Mutter.

Die Ausrichtung

Das Land möchte ich den Himmelrichtungen entsprechend ausrichten. In der ayurvedischen Architektur spielten die Himmelsrichtungen eine entscheidende Rolle. So möchte ich den Eingang nach Osten ausrichten. Die Richtung aus der die Sonne empor steigt, der Quell des Lebens. Ich möchte die Sonne somit jeden Tag aufs neue einladen und das leben begrüßen.

Im Norden soll der Wald entstehen, dem Ort an dem die Sonne nicht zu sehen ist. So erhalte ich die größtmögliche Lichtausbeutung auf dem gesamten Land.

Im Süden, den Bereich der intensivsten Sonneneinstrahlung, soll die Obststreuwiese ihren Platz finden. Hier sind alle sonnen-bedürftigen Früchte gut aufgehoben.

Im Westen, die Richtung der untergehenden Sonne, soll der Platz der Nachtruhe sein. Wenn die Sonne sich verabschiedet, ist es Zeit mit ihr eine Ruhezeit einzulegen.

Ein träumerischer Spaziergang

Am Eingang stehen rechts und links vom Durchgang zwei majestätische Zedern. An beiden Zedern ranken sich besonders große Rosen empor, die zusammengewachsen sind und einen Bogen bilden. Wir gehen auf den Natursteinen umrandet von einem Blumenmeer und über wachsen von offenen Pergola. Schon beim betreten werden die Sinne betört. Die Düfte die von einer leichten Brise in die Nase getragen werden und das Konzert der Vögel unterlegt vom Rascheln der Bäume und summen der Insekten, streicheln die Seele. Dem Weg folgend kommen wir zu einem kleinem Häuschen bzw. zu einer massiven Jurte mit einer Außentoilette. Schwierig zu entdecken ist hinter dem Häuschen eine Solaranlage versteckt, um in der Hütte für den nötigen Komfort zu sorgen. Diese Hütte ist primär für Besucher und die Übergangszeit. Dreht man sich in die linke Richtung zum Weg zurück, lässt sich rechts von ihm eine Nische entdecken. Ein kleiner Rückzugort zwischen den Hecken mit Sitzgelegenheit umsäumt von einer blühenden Hecke. Sobald wir den Weg, den wir gekommen sind, Richtung Norden verlassen und zwischen den Hecken durchlaufen erblicken wir einen kleinen See mit Wasserlauf. Doch wir bewegen uns erst einmal östlich auf den Kräutergarten, Gemüsebeete, Ackerflächen und dem Gewächshaus zu. Dort angekommen steigen andere wunderbare Düfte in die Nase und die Früchte schimmern in bunter Vielfalt. Im Gewächshaus angekommen duftet es herrlich nach Südfrüchten, die eine willkommene Abwechslung bieten. Aus dem Gewächshaus heraus erblicken wir in nordöstlicher Richtung kurz vor dem Wald den Kompost. Neugierig machen wir uns auf den Weg dorthin um auch diesen zu begutachten. Anders als erwartet steigt ein wohlig-erdiger Geruch in die Nase. Den Osten im Rücken nähern wir uns der Wasserfläche. Wir gehen geradewegs auf den Wasserlauf zu, der von einer Pumpe durch Solarenergie gespeist wird. Er klingt nicht nur wohlig in den Ohren, sondern bietet auch gelegnheit zum Duschen. Das Wasser ist klar und frisch, sodass sich die Umgebung darin spiegelt. Der Genuss dieses Wassers gibt uns neue Energie, sodass wir diesen umlaufen und im Norden zur Waldlichtung kommen. Umringt von den Majestätischen Bäumen, stehen wir umwogen im rascheln des Laubes. Im Westen der Lichtung, stehen die Wohnbäume die uns verspielt in unsere Kindheitsträume eines Elfenwaldes versetzen. Im Norden steht der anmutige, dreibeinige Ahnenbaum, der uns durch seine Größe und Kraft ins staunen versetzt. Nach ein paar Naschereien von den Bäumen auf der Lichtung machen wir uns auf den Weg zurück. Dabei sticht der vorher unbemerkte, in die Umgebung eingebettete Erdkeller ins Auge. Dennoch machen wir uns auf den Weg zum Jahreszeitengarten, der auch von außen in voller Blütenpracht steht. Erquickt von dem Anblick erfreut sich die Seele, umringt von der Blütenpracht. Überall summt und brummt es. Nach dem Hochgenuss der lebendigen Natur geht es wieder zurück. Wir lassen die Jurte im Westen unbeachtet und gehen geradeaus auf die Obststreuwiese. Der Steppen ähnliche Anblick lässt uns noch weiter zur Ruhe kommen und lädt uns ein von den Früchten der Bäume zu naschen sowie in ihrem Schatten zu verweilen.

Weiter: Die Hecke